BlogRR000291

 

141015

 

Das teuerste Bild der Welt

 

oder: Ronnie Rocket & Robert Resac – Eine Begegnung der dritten Kunst (=Art)

 

oder: Meta-Morphosen – Zwischen Rummel-Platz & Malerei

 

 

 

PHASE-1

 

 

 

Es beginnt mit einem Artefakt von Ronnie Rocket.

 

Auf einem schmutzig-chromigen Metall-Zylinder baut sich "Magnet-City" auf.

 

Die CyberTrash-Version von "Alphaville".

 

Zusammen-gestellt von extra-starken Magnet-Scheiben, die ursprünglich

 

zur Verlangsamung des viel zu schnell laufenden Strom-Zählers gedacht waren,

 

was ungerechterweise leider nicht im mindesten gelang.

 

Diese verschieden großen Magnet-Scheiben bilden die Türme von "Cyberia",

 

dem Schnitt-Stellen-Land, von inter-agierender realer & virtueller Welt.

 

Die bedrohliche Elektro-Skyline. Der Eis-Riff-Dschungel.

 

Vor Ausbruch der Gewalt-Umkehr. Der "Chrom.Nacht".

 

 

 

Ein kleines ungefährlich scheinendes Piss-Männecken steht da; allein.

 

Allein mit seinem implodierenden Schrei, angesichts der übermächtig

 

scheinenden Cyber-Mega-Stadt. Ein kleiner ungefährlich scheinender,

 

absichtlich auf Unterschätzung aufgebauter Avatar steht da; allein.

 

Ein niedlich unterwürfiges, trojanisches Zwerg-Pony steht da; allein. – ABER –

 

Bald die E.I.S.-zerr-fetzende Netz-Existenz des Bit-Blut-rünstigen Steppenwolfs.

 

Soweit sogut so vorgegriffen.

 

Also einfach und metaphorisch gesagt:

 

Es befindet sich eine so gigantisch bedrohte Existenz im Mittel-Punkt des

 

Artefakts, gegen die sich die lächerliche Verzweiflung der Kreatur aus dem Bild

 

"Der Schrei",

 

wie die Wirkung einer krepierten Knall-Erbse –

 

gegen die einer ausgewachsenen Atom-Explosion ausnimmt.

 

 

 

PHASE-2

 

 

 

Robert Resac kommt mit einer Kamera daher.

 

Und wenn j e t z t bereits wieder 'mal so ein Unker einwirft –

 

Na jå, " D e r S c h r e i " !!! – und e i c h a Schaaß då ... ;

 

et cetera –

 

Können wir eines nur gleich erwidern:

 

Was ist die Qual eines implodierenden Schreis, der in Selbst-Verstückelung endet

 

und das größte Stück möge die Bösen erwischen – Was ist das, gegen die

 

entfesselte, b e f r e i e n d schreiende Expression des Edvard Munch?

 

Ein einsames Stück des Höllen-Blues, das dir dein gepeinigtes Stahl-Fleisch durch die

 

Matrix jagt. Wir erleben in der "Chrom.Nacht" die eine Sekunde vor der Rückkehr zum

 

alles ver-schlingenden und alles aus-speienden Ur-Knall.

 

Das kann sehr des-integrierend wirken. Da will ICH nicht mit dabei sein.

 

Doch ER war schon immer mit dabei, vom Anbeginn aller Zeiten und Wenden.

 

Super. Droupa. Dunner-lütt'chen. Ich bin baff. Und weg. Pfo! Oargh!

 

 

 

Also: Robert Resac kommt endlich mit seiner Kamera daher.

 

Damit beginnt jetzt wirklich – PHASE-2.

 

Unglaubliche Vorkommnisse erwarten uns ...

 

 

 

Er, Robert Resac, meint zu mir, Ronnie Rocket,

 

er brauche mehr Licht für die digitale Fotografie.

 

Dass man dann halt m e h r sieht, als einen Neger in Tunnel bei Nacht.

 

Blitz-schnell steht irgend-so'ne Lampe aus Ronnie's Fundus am Tisch.

 

Ronnie erkennt nun das von ihm erschaffene Artefakt "Chrom.Nacht"

 

durch das Kamera-Auge, als Entsprechung seiner voraus-schauenden Imagination.

 

Also: Die Einstellung schaut so aus, wie er sich's vorgestellt hat.

 

Robert Resac hält das Motiv gefangen, Ronnie Rocket drückt ab.

 

Ein synergetisches Meister-Foto ist entstanden ...

 

Vor allem dadurch, dass das Billig-Licht unerwarteter-weise irgend-welche

 

Metall-Blau und Gold-Anteile forcierte, welche die gewünschte Atmosphäre

 

von "Chrom.Nacht" zufällig(?) noch verstärkten.

 

 

 

Ein manövrier-unfähiges Metall-Floß im Informations-Fluss von "Cyberia" –

 

am Abgrund des Niagara-Daten-Fall-Malstroms.

 

Na Grüß Gott; und gute Nacht.

 

Also mehr Cliff-Hanger-Effekt hab' ich noch nie geschafft –

 

und Charles Dickens auch nicht.

 

Geht's noch schlimmer?

 

Ja – wenn wir den traurig implodierenden, Neon-Gift-grünen Avatar,

 

auch speiben lassen müssen. Und Durchfall kriegen. Und See-Krankheit.

 

Und Melancholie.

 

Geht's noch weiter?

 

Ja – Immer – nach einem umfang-reichen Werbe-Block.